Oder: Wie 25 Kinder, ein paar Zelte und ein Wetterumschwung für ein unvergessliches Abenteuer sorgten
Bis auf den letzten Platz ausgebucht war die diesjährige Adventure Night des CVJM im Rahmen des Kindersommerferienprogramms vom 31. Juli auf den 1. August 2026. 25 Abenteuerlustige trafen sich bei bestem Sommerwetter am Gemeindehaus, voller Vorfreude auf eine Nacht im Unterensinger Outback.
Schon die Anreise hatte Expeditionscharakter: Gemeinsam ging es im Anhänger hinter dem Traktor hinaus ins Outback. Während einige die Fahrt genossen, fühlten sich andere bereits wie auf Safari durch die Wildnis.
Erste schweißtreibende Aufgabe: Zeltaufbau
Am Ziel angekommen zeigte sich der Sommer von seiner heißen Seite. Bei sengender Hitze wurde das Lager errichtet. Zelte wurden aufgebaut, manche ganz klassisch nach Anleitung, andere eher nach dem Prinzip „Wird schon halten“. Einige Exemplare konnten sogar mit Heringen im steinharten Boden befestigt werden, was angesichts der Bodenverhältnisse bereits als technische Meisterleistung gewertet werden darf.
Gerade als die ersten Schweißtropfen versiegt waren, ertönte plötzlich die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr Unterensingen. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen Einsatz für die Teilnehmer, sondern um eine willkommene Abwechslung. Die Feuerwehr sorgte mit reichlich kühlem Wasser für eine fantastische Wasserschlacht. Ganz nebenbei wurde natürlich auch fachmännisch überprüft, ob die frisch aufgebauten Zelte tatsächlich wasserdicht waren. Die Ergebnisse dieser Qualitätskontrolle bleiben allerdings unter Verschluss.
Nach der Wasserschlacht kommt die Schlacht am Buffet
Frisch abgekühlt ging es anschließend mit verschiedenen Kennenlernspielen weiter, bevor der Hunger immer größer wurde. Gegrillt wurde ganz modern und zuverlässig auf dem Gasgrill. Das klassische Lagerfeuer musste dieses Mal pausieren, was sich später noch als ausgezeichnete Entscheidung herausstellen sollte.
Denn während Würstchen und Grillkäse verspeist wurden, nahm der Wind langsam aber stetig zu. Erste kritische Blicke wanderten Richtung Himmel. Wenig später machten sich die ersten Zelte ohne ausreichende Hering-Befestigung selbstständig und gingen auf Erkundungstour über Feld und Wiese. Das Unterensinger Outback zeigte seine ganze Wildheit.
Hält das Wetter?
Nun begann die wohl am häufigsten genutzte App des Abends: der Regenradar. In regelmäßigen Abständen wurde geprüft, verglichen, diskutiert und erneut geprüft. Schließlich fiel die Entscheidung der Lagerleitung der Adventure Night: Abbruch des Zeltlagers und Umzug ins Gemeindehaus.
Bevor jedoch die große Umsiedlungsaktion begann, stand noch das Geländespiel „Stratego“ auf dem Programm. Im Wald und auf den Feldern wurde gerannt, gesucht, getarnt und taktisch geplant. Die Spieler waren so engagiert, dass sie die dunklen Wolken teilweise erst bemerkten, als das Spiel bereits beendet war.
Mit den ersten Regentropfen erreichte die Gruppe das Gemeindehaus. Rückblickend ein perfektes Timing und der Beweis, dass Wetterradar und verantwortungsvolle Entscheidungen durchaus zusammenpassen.
Wilde Stunden im Gemeindehaus
Im Trockenen angekommen, war an Schlaf allerdings noch lange nicht zu denken. Die Abenteuerstimmung verlagerte sich einfach nach drinnen. Es wurde gespielt, gelacht und getobt. Erst eine Nachtwanderung mit Fackeln brachte wieder etwas Ruhe in die Gruppe. Bis jedoch auch die letzten Kinder ihren Schlafplatz gefunden und tatsächlich die Augen geschlossen hatten, war es fast schon wieder hell.
Nach dieser äußerst kurzen Nacht trat ein bemerkenswertes Phänomen ein: Mit der Morgendämmerung kehrte endlich Ruhe im Gemeindehaus ein. Vermutlich hätten die Kinder noch Stunden weiterschlafen können. Doch die berüchtigte Aufweck-Playlist zeigte ihre volle Wirkung und lockte schließlich alle mehr oder weniger begeistert an den Frühstückstisch.
Anschließend wurde gemeinsam gepackt und aufgeräumt. Dabei kam noch eine bemerkenswerte Entdeckung ans Licht: Mindestens ein Zelt war in der Nacht tatsächlich im Gemeindehaus aufgebaut worden. Für echte Outdoor-Fans macht eben auch ein Dach über dem Kopf keinen Unterschied.
Das Nickerchen am Morgen nach der Adventure Night
Nach der Übergabe an die Eltern endete eine Adventure Night, die anders verlief als ursprünglich geplant, aber gerade deshalb besonders in Erinnerung bleiben wird. Das eine oder andere Kind dürfte am Nachmittag einen ausgedehnten Mittagschlaf gehalten haben. Und ganz sicher haben viele dabei noch einmal von Traktorfahrten, Wasserschlachten, fliegenden Zelten, Stratego-Missionen und einer rundum gelungenen Adventure Night im Unterensinger Outback geträumt.





