Mit einem festlichen Jubiläumskonzert in der Michaelskirche hat der Posaunenchor Unterensingen am 21.03.2026 sein 100-jähriges Bestehen eindrucksvoll gefeiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um gemeinsam mit den rund 30 Bläserinnen und Bläsern auf ein Jahrhundert bewegter Geschichte zurückzublicken – und zugleich die Lebendigkeit des Chores in der Gegenwart zu erleben.
Die Anfänge des Chors in einer Zeit ohne WLAN und Smartphones
Bereits die Begrüßung durch Vorstand Markus Metzger stimmte das Publikum auf den besonderen Anlass ein. Er hieß die Gäste zum Jubiläumskonzert herzlich willkommen und nahm sie gedanklich mit auf eine Reise zurück zu den Anfängen im Jahr 1926. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er daran, wie anders die Welt damals war – ohne Selbstverständlichkeit von Autos, ohne Kühlschränke, ohne WLAN und Smartphones. Gleichzeitig betonte er, dass es eines schon damals gab: Blechblasinstrumente. Die Instrumente hätten sich seitdem kaum verändert, so Metzger, „sie klingen heute nur besser“. Umso mehr habe sich jedoch die Musik selbst weiterentwickelt: von einfachen Chorälen hin zu einer großen stilistischen Vielfalt.
Abwechslungsreiches Programm von klassischen Chorälen bis modernen Arrangements
Passend dazu eröffnete der Chor mit dem Stück „Anfang“ den Abend und spannte damit symbolisch den Bogen von der Gründung bis ins Jubiläumsjahr. Es folgte der Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König“, der zunächst von jungen Bläserinnen und Bläsern in kleiner Besetzung – ganz in der Tradition der Anfangsjahre – gestaltet wurde.
Im weiteren Verlauf präsentierte der Posaunenchor unter der Leitung von Dirigent Jan-Benjamin Homolka ein abwechslungsreiches Programm, das von klassischen Chorälen über moderne Arrangements bis hin zu kraftvollen Gospel‑ und Worship‑Klängen reichte. Besonders eindrucksvoll wirkten die Stücke, die mit persönlichen oder historischen Bezügen verbunden waren – etwa die moderne Bearbeitung von „Kumbaya my lord“, „Nearer, my God, to Thee“ oder die Fotoshow zu „Nostalgia“, die viele Erinnerungen an die Geschichte des Chors wachrief.
Mit „Viva la Vida“ bewies der Posaunenchor eindrucksvoll seine stilistische Vielfalt und Begeisterungsfähigkeit über die klassische Bläserliteratur hinaus. Mit dem kraftvollen Schlussstück „Baba Yetu“ führte der Chor das Publikum schließlich nach Afrika, bevor zwei Zugaben – „Bella Ciao“ und das gemeinsam gesungene Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ – den festlichen Abend abrundeten.
Jubiläumskonzert mit Ehrungen durch den Bezirksposaunenwart
Neben der Musik erhielt auch der festliche Anlass einen würdigen Rahmen: Bezirksposaunenwart Matthias Mangold überreichte den beiden Posaunenchorleitern Markus und Anne Metzger eine Urkunde zum 100-jährigen Bestehen. Damit wurde das Engagement vieler Generationen im Chor sichtbar gewürdigt. Große Anerkennung erhielt außerdem Fritz Metzger, der für beeindruckende 79 Jahre Bläserdienst geehrt wurde.
Begeistertes Publikum und gemütliches Beisammensein danach
Das Publikum zeigte sich beeindruckt vom Jubiläumskonzert des Posaunenchors und spendete langanhaltendem Applaus. Am Ende erhoben sich zahlreiche Zuhörer von ihren Plätzen und würdigten die Darbietung mit Standing Ovation.
Im Anschluss an das Konzert blieb die Kirche noch lange erfüllt von Leben: Bei einem gemütlichen Beisammensein kamen Gäste, ehemalige und aktive Bläserinnen und Bläser sowie Freunde des Chores miteinander ins Gespräch. Es wurden Erinnerungen ausgetauscht, Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten erzählt und in lockerer Atmosphäre gemeinsam gelacht.

